Über

Bis 2024 habe ich in meiner Persönlichkeitsorientierten Coachingpraxis mit Menschen über sie selbst gesprochen. Meist ging es um ihre vielseitigen Stärken, die ihnen nicht präsent genug waren. Geläufig blieb statt dessen der Fokus, die Kritik von aussen zu verinnerlichen, um an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Es ist die standardmässige, professionelle Einstellung im Berufsleben. So bewegte ich mich im Coaching auf den Spuren des Hochs, in der Aufgabe aufzugehen und Kompetenz zu erleben, bei mir selbst, aber vor allem bei meinem Gegenüber. Dabei ruft sich die Pflicht als Arbeit an den Schwächen wie von selbst in Erinnerung, im wieder erlebten, ganzen Zusammenhang der Person, meines Gegenübers.

Die Pandemie unterbrach mich. Meine mehrschichtige Kindheitserfahrung an meinen Eltern, dass an sie als Kinder zuletzt gedacht worden war, alarmierte mich. Mein Bedürfnis, wissenschaftliche Originalarbeiten über die Pandemie und den Schutz bei Kindern zu lesen, wuchs spontan. Ich bewegte mich zu der Zeit auf der Plattform X, die 2020 noch Twitter hiess. Sie war der internationale Treffpunkt von Wissenschaft, Journalismus und Politik. Für mich begann hier die Vernetzung mit gleich Interessierten, auch in der Schweiz. Seither bewege ich mich in meinem beruflichen Unterbruch, befasst mit den Grundlagen der COVID-19-Prävention für die Volksschule und Politik. Die kaum mehr vorhanden Schutzfaktoren gegen ein massenhaft schädliches Virus sind in der Bevölkerung vielleicht noch bekannt. Aber nicht präsent genug!

Die Beendigungserklärung der besonderen Lage der Pandemie in der Schweiz für den April 2022 war begründet: Die Erwachsenen waren geimpft und wussten, wie sie sich vor dem aerosol übertragenen Virus schützen könnten. Gleichzeitig verursachte die Beendigungserklärung ein Missverständnis und hinterliess eine grosse Lücke im Schutz, aus vielen Gründen, davon hier zwei:

Erstens war nicht die Pandemie beendet, sondern es folgten weitere COVID-19-Wellen. Die bisher höchste war im Herbst 2023 da, die letzte erreichte uns vom Herbst 2025 bis Frühling 2026. (Den Überblick über das Vorkommen des Virus im Abwasser über die Jahre gibt es hier.)

Zweitens sind die Kinder und Jugendlichen unter 12 Jahren nicht gegen COVID-19 geimpft und können in der Schweiz noch immer nicht geimpft werden, auch wenn Eltern das wollten; Kinderdosierungen sind nicht mehr erhältlich (2026). Dennoch wurde im April 2022 per sofort jeder Schutz für Übertragung in den Schulräumen fallengelassen. Was von den Schutzmassnahmen blieb, war das Fensterlüften für gute Luft ohne Keime und die Krankmeldung bei Fieber. Beide Schutzmassnahmen sind sehr gut, aber beide sind nicht genügend. Es braucht den Mehr-Ebenen-Ansatz (englisch: Multi-Layer-Approach) weiterhin!

Denn je länger die Forschung Ergebnisse veröffentlicht, desto klarer wird die Pathophysiologie von COVID-19. (Dazu mehr im Workshop. Einen ersten Einblick gibt es im Menupunkt ‚COVID-19 und Immunsystem‚). Die Atemwege sind sein Eingang, aber nicht seine einzige „Spiel“wiese. Und die Schädigung besteht nicht nur in einem Husten oder einer Erkältung. Die akute Phase verläuft entweder symptomlos – oder in 200 unterschiedlichen Symptomen. Alle Organsysteme einschliesslich des Nerven- und des Immunsystems können einzeln betroffen sein. Und für ein Prozent der betroffenen Kinder bleiben Langzeit- Syptome: Long Covid. Dabei sind die 1 % Betroffenen eine konservative Schätzung für das Kindesalter, ausgehend von der letzten Erhebung bis März 2024 des britischen Statistikamtes (Office for National Statistics ONS). 1 Prozent bei jeder Ansteckungswelle sind richtig viel.

Da die Bildung und die Gesundheit kantonale Domänen sind, bleibt die Zahl der Betroffenen in jedem Kanton immer klein. In einer Gemeinde oder im Stadtquartier bleiben sie Einzelfälle.

Wer aber aus internationalen Forschungsarbeiten weiss, was SARS-Cov-2 bei Kindern und Erwachsenen anrichten kann; und weiss, welche Schutzmassnahmen wirksam sind und welcher Schutz genau zur Volksschule passt: nämlich die gute Luftqualität in den Schulräumen hoch zu halten, wird die Übertragung eindämmen wollen.

Davon bin ich überzeugt, und genau dafür bin ich: Wissenschaftlicher Coach für Schulpflegen.
•Ich stelle die Gründe für gute Raumluftqualität dar;
•vermittle, wie Absenzen und Stellvertretungskosten eingedämmt werden; und
•erläutere die rechtlichen Zuständigkeiten von Mitarbeitenden und Behörden.

Mein besonderes Augenmerk gilt der Vorsorge vor Infektionen im Kindesalter. Die Schule kann die wichtigste Schutzebene bereitstellen: frische Raumluft, um Übertragungen von vornherein zu vermindern. Denn sie sind in Klassenräumen wahrscheinlicher als daheim und in der Freizeit.

Was ich auch bin
•Schulpflegerin seit 16 Jahren; Vizepräsidentin und Bereichsverantwortliche Schülerbelange
•Persönlichkeits Coach für Erwachsene und junge Leute bis 2024 in Wetzikon, Hadorn lebeco.ch
•Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins protect-the-kids.ch
•Vorstandsmitglied politischer Vereine, Mitglied zahlreicher Naturschutz-, Familien- und anderer Vereine
•im Rückblitz: Selbständige Coachin, Gemeinnützige Unternehmerin Ferienbetreuung, Jugendforschungsmitarbeiterin im Gesundheitswesen, Jugendberaterin an öffentlicher Beratungsstelle, Jugendheimerzieherin, Leiterin offene und kirchliche Jugendarbeit, Sekretärin, Pflegehilfe einer Kinder- und Jugendstation
•verheiratet und Mutter eines erwachsenen Kindes in Ausbildung

Forschungsarbeit

Schönle, D., Hadorn A. et al. (2015): Lebensqualität im Alltag – Was sagen 12- und 15jährige Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 darüber aus? 3 Forschungsarbeiten, Zürich 2015, 27 kopierte Seiten, Universitätskinderklinik, unveröffentlicht